Bericht über die Abschlussfahrt nach Florenz in der Q12
Am viel zu frühen Morgen des 23.03. ging es endlich los: eine sehr verschlafene, aber trotzdem aufgeregte Gruppe – bestehend aus einem Haufen Schülerinnen und vier Lehrkräften (Frau Wild, Herr Birner, Frau Holzer und Herr Brunnbauer der seine wohlverdiente Rente für diese Fahrt auf Pause geschaltet hat)- machte sich auf den Weg nach Florenz. Die lange Busfahrt hatte alles zu bieten, was man von so einer Reise erwartet: unbequeme Sitzpositionen, fragwürdiges Raststättenessen und die ständige Frage: „Sind wir bald endlich da?“
Doch am Abend -nach einer Tram Fahrt samt Gepäck in das Innere von Florenz- war es endlich so weit: Wir kamen im zentralen Ostello Bello an, das sich im Laufe der Woche -vor allem wegen seines legendären Schokokuchens zum Frühstück und der lauten Nachbarn– einen festen Platz in unseren Herzen sicherte.
Nach einer kurzen Verschnaufpause starteten wir direkt mit der ersten Erkundungstour durch Florenz. Das Highlight des Abends war der Aufstieg zur Piazzale Michelangelo: definitiv anstrengend für alle, aber der atemberaubende Ausblick über die Stadt hat es jede Stufe wert. Für das nötige „History Know-how“ sorgte Frau Wild mit ihren ambitionierten Audio-Guides, die uns durchgehend auf der Fahrt begleitet haben, um uns mehr und mehr über unser Umfeld zu informieren. Anschließend ging es in kleinen Gruppen zum Abendessen, und spätestens dort wurde allen klar: Wenn Italien eines kann, dann ist es Essen zubereiten. Egal ob Pizza, Pasta oder irgendetwas dazwischen. Enttäuscht wurde niemand.
Die nächsten zwei Tage bestanden aus einem regelrechter Wirbelwind aus Kultur, Essen und neuen Eindrücken. Besonders in Erinnerung bleibt die Besteigung der Kuppel der Kathedrale Santa Maria del Fiore, unsere Füße haben seitdem wahrscheinlich ein eigenes Trauma, aber der himmlische Ausblick auf die Dächer Florenz im Sonnenlicht war jede Anstrengung wert. Natürlich stand Kulturelles auf dem Programm: der Palazzo Davanzati und die Uffizien. Während beide beeindruckend waren in ihren eigenen Art, hatte der Gift Shop der Uffizien eindeutig die Nase vorn. Ein weiteres Highlight war die Stadtführung, bei der wir nicht nur viele spannende Geheimnisse über Florenz erfahren haben, sondern auch überraschend gutes Brot gratis bekommen haben: ein Moment, der definitiv nicht selbstverständlich ist und deshalb besonders geschätzt wurde. Außerdem durften wir die Parade zum Florentinischen Neujahr miterleben, die mit ihren mittelalterlichen Kostümen perfekt zur Stadt passte. Am Mittwochabend wurde es dann kreativ: Beim gemeinsamen Malen im altmeisterlichen Stil stellten wir fest, dass selbst das Bemalen von Magnetleinwändchen im absoluten Kleinformat eine erstaunlich intensive Angelegenheit sein kann. Hut ab vor den Alten Meistern!
Am Tag vor der Abfahrt ging es dann nach Siena. Das Wetter hatte allerdings andere Pläne: Sturm, Regen und die ständige Angst, einfach mal schnell aus der Stadt geblasen zu werden. Trotzdem ließen wir uns die Laune (großteilig) nicht verderben. Das Museum Santa Maria della Scala beeindruckte uns nicht nur inhaltlich, sondern auch durch seine gefühlt endlosen Gänge in die Tiefe („Wie weit geht das bitte noch runter?“). Im Haus der heiligen Caterina gab es ebenfalls viel zu entdecken. Und einen kleinen Regelverstoß von Herrn Brunnbauer, der im Auge einer Kamera die Foto-Regeln kreativ interpretiert hat (aber pssst, das bleibt unter uns). In der Basilika San Domenico begegneten wir dem Haupt der Heiligen Catherina persönlich, einem Reliquiar besonderer Art und wir staunten nicht schlecht, die Stimme von Herrn Albert auf dem Audioguide hierfür zu finden.
Am Donnerstagabend kehrten wir ein letztes Mal nach Florenz zurück, alle hatten noch einmal die Gelegenheit, die Stadt auf eigene Faust zu genießen und sich zu verabschieden.
Am 27.03. hieß es dann leider Zeit für die Rückfahrt. Wieder Bus, wieder fragwürdiges Essen, aber diesmal begleitet von unvergesslichen Gesangseinlagen von Herrn Birner, die uns vermutlich noch lange im Gedächtnis bleiben werden. Gegen 20 Uhr kamen wir schließlich wieder am Parkplatz vor der HUK an. Müde, aber voller Erinnerungen dachten sich wahrscheinlich viele: „Ich wünschte, wir wären noch länger geblieben.“
Luna (Mikela Uro Q12)





















