Den Glauben feiern! OSTERN im Kontext Schule

14.04.2026

Während der Kirche vielfach die Leute davonlaufen, boomen katholische Schulen!! Woran das wohl liegt...?!?

Cyprian von Karthago hat im 3. Jahrhundert auf die Frage, wie man Christ wird, geantwortet: Lasse ihn ein Jahr in deiner Mitte wohnen! Dieser Weisheit wissen sich die St. Marien-Schulen in Regensburg verpflichtet, wenn es beispielsweise um die Vermittlung von Tod und Auferstehung Jesu an Ostern geht.

Nach dem Auftakt der Bußgottesdienste zu Beginn der Fastenzeit,haben viele Schülerinnen und Mitglieder des Lehrerkollegiums überlegt, welches „Opfer“ sinnvoll sein könnte. Erfreulicherweise haben viele der Einladung von Pfarrer Albert Folge geleistet und versucht ihre Handy-Zeit pro Tag zu minimieren: Dass das schwierig ist, muss nicht extra betont werden, aber es erweist sich als segensreich nicht nur für die Lernleistung!

Dass aus einem schweren Kreuz in Form von Sorgen und Nöten durch Gottes Hilfe Ostern – Auferstehung werden kann, wurde in der Gestaltung österlicher Siegeskreuze deutlich, die den Türbereich einzelner Klassenzimmer schmücken.

Über das eigene Leben nachzudenken, darüber ins Gespräch zu kommen und Missglücktes von Gott vergeben zu bekommen, besitzt eine ganz eigene Qualität! Dazu ergeht an den St.Marien-Schulen immer vor Weihnachten und Ostern die Einladung, sich im Beichtsakrament Mut für Kommendes zusprechen zu lassen... An drei Vormittagen gibt es bei jeweils zwei Priestern – Dank der Bereitschaft auswärtiger Seelsorger bei den Englischen auszuhelfen –, immer die Möglichkeit eines Neuanfangs oder doch zumindest des verständnisvollen Zuhörens – viele Hunderte haben das schon mit Erfolg ausprobiert: Wo gibt es so etwas noch in Pfarreien?!

Schließlich gilt es den eigenem Glauben Ausdruck zu verleihen – zur Selbstvergewisserung und zugleich als Zeugnis für die Anderen. Mit großer Begeisterung haben unterschiedliche Klassen mit ihren Religionslehrkräften überlegt, getextet und vorgetragen, worauf es an Ostern ankommt. Das tun Größere anders als die Kleinen – immer aber mit vollem Einsatz. Dabei ist es schön zu sehen in welcher Bandbreite Mitwirkung möglich ist: als Akteurin und Sprecherin, bei musischen Beiträgen oder im liturgischen Dienst!

Während der Großteil der Schülerinnen noch vor Ostern ihre Einstimmungsgottesdienste auf das bevorstehende Fest feierten, waren die Fünftklässlerinnen der Realschule im Schullandheim – natürlich nicht ohne Reisesegen – immerhin war auch der auferstandene Jesus mit den Freunden nach Emmaus unterwegs. Und selbst auf der Audiodatei der Abiturientinnen im fernen Italien war plötzlich die vertraute Stimme des Schulseelsorgers über Europas Schutzpatronin, die hl. Katharina von Siena, und den Ostersieg Jesu zu hören.

Freilich bleibt das Geschehen am Ostermorgen letztlich ein Geheimnis, dem sich ein kleiner Kreis seit Jahren am Festtag selbst mit einem festlichen Gottesdienst in unserer Schulkirche anzunähern versucht.

Nach den Ferien bilden die Unterstufenklassen mit dem Auferstehungsgottesdienst den feierlichen Abschluss eines großen Festes. Wer diese Erfahrungen mitnimmt, der erkennt unschwer, welche Bereicherung der Glaube und die Hoffnung auf Gottes unerschütterliche Liebe zu uns für das alltägliche Leben sind. Man spürt es, wenn man durch die Gänge und in den Klassenzimmer unserer Schule unterwegs ist, wie eine hausinterne Befragung der R 10A belegt!

Text und Fotos: St. Marien-Schulen, Regensburg