Fairteilen – evangelischer Gottesdienst vor Ostern

04.04.2026

Am 25.03. feierten die evangelischen Schülerinnen der St. Marien-Schulen Gottesdienst. Dieses Mal stand alles unter dem Motto „Fair teilen und Fairtrade“. Doch was hat Fairtrade mit einem Gottesdienst vor Ostern zu tun? Ein Blick in die Bibel offenbart zahlreiche Erzählungen über das Teilen, wie zum Beispiel die „Speisung der 5000“ aus Markus 6, 30–44. Diese Geschichte handelt vom Teilen und von tiefem Gottvertrauen. Die Klasse G 8 präsentierte in einem kreativen Anspiel, wie sich diese Begebenheit möglicherweise zugetragen hat.
Im Anschluss führten Pfarrer Müller und einige Schülerinnen in einem Predigtgespräch aus, was Fairness eigentlich bedeutet und welche Verantwortung jeder Einzelne trägt. „Nicht immer ist alles in unserem Leben fair. Aber wir können aufeinander achten. Dabei sollten wir uns bewusst machen, wie viel von den äußeren Umständen abhängt. Wir genießen viele Privilegien, die wir uns nicht selbst verdient haben, und wir haben kein Recht darauf, dass alles immer super billig sein muss. Es sollte uns nicht egal sein, ob die Hersteller der Produkte, die wir kaufen, gut davon leben können.“
Jesus Christus kann uns in diesem Zusammenhang als Vorbild dienen und Orientierung geben: „Er hat uns gezeigt, wie wichtig und wunderbar es ist, fair miteinander umzugehen! Ohne Angst zu verlieren, können wir alle gewinnen. […] Er hat darauf vertraut, dass Gott dafür sorgt, dass am Ende alles gut wird. Für jeden. Das ist doch die Botschaft von Ostern!“
Dann wurde es praktisch: Im Anschluss an die Predigt erklärten die Schülerinnen der G 7A ihren Mitschülerinnen in einem kleinen Anspiel, was Fairtrade bedeutet und was eine Fairtrade School ist. Denn die St. Marien-Schulen sind stolz darauf, eine Fairtrade School zu sein mit fairer Schulkleidung und anderen fairen Produkten. Am Ende wurde es schokoladig: Bei einer Fairteil-Aktion konnten die Schülerinnen in den Genuss von Fairtrade-Schokolade kommen. Jede von ihnen durfte sich ein Stückchen nehmen.
Wir nehmen mit, dass Fairtrade und unser Glaube eng miteinander verbunden sind. Sich für faire Produktionsbedingungen einzusetzen, indem wir fair konsumieren, ist gelebte Nächstenliebe.
Wir danken allen Schülerinnen, die diesen Gottesdienst mitgestaltet haben und vor allem Lena und Anna Manz mit Herrn Humbs für die musikalische Begleitung, Hannah Ottlinger für die Fotos und den Lehrkräften des Fachs Evangelische Religion Frau Dr. Kunert, Pfarrer Müller und Frau Reil.